Nena beim »I EM Music!« in Emmendingen

Am 23. Juli waren wir zu Besuch beim Open-Air-Festival »I EM Music!« auf dem malerischen Schlossplatz in Emmendingen. Auf dem Programm: Nena, die Ikone der Neuen Deutschen Welle. Da meine Frau ein großer Fan ist, waren die Tickets das perfekte Geburtstagsgeschenk.

Nebelverhangene Konzertbühne mit hellen Scheinwerfern und „N“-Logos, davor filmt das Publikum mit Handys.

Das Wetter hätte nicht besser sein können – bester Hochsommer, aber glücklicherweise nicht mehr so brüllend heiß wie in den Wochen zuvor. Obwohl das Festival regelmäßig stattfindet, war es für uns die Premiere auf dem Schlossplatz.

Volles Haus und dichtes Gedränge

Der Veranstalter hatte die Bude mit 5.000 Besuchern als »ausverkauft« gemeldet. Erstaunlich fand ich, wie früh der Großteil des Publikums angereist war. Die Fläche wirkte extrem voll – meiner Meinung nach ist man hier definitiv am obersten Limit angekommen, was die maximale Zuschauerzahl angeht. Viele Fans mussten recht weit hinten stehen.

Nena mit erhobenen Armen auf einer Konzertbühne mit Band, davor ein Publikum mit Handys in der Luft.

Zuletzt hatten wir Nena im Kloster Hirsau gesehen. Das war wegen des Naturbodens und der etwas entspannteren Zuschauersituation spürbar angenehmer. Diesmal haben wir gar nicht erst versucht, etwas an den Verpflegungsständen zu holen – die Wege waren weit und der Slalom durch die Menschenmassen schien aussichtslos.

Gewohnte Klasse und echte Fan-Liebe

Das Konzert selbst war von gewohnt hoher Qualität. Man muss Nena hoch anrechnen, dass sie auch tiefere Album-Tracks für die echten Fans spielt (zu denen ich mich ehrlicherweise nicht zähle) und nicht stur jedes Mal dasselbe Best-Of-Material abspult. Um mich herum gab es jedenfalls unzählige Menschen, die wirklich jeden Text wortgenau mitsingen konnten.

Band auf einer pink beleuchteten Bühne mit großem „N“ im Hintergrund, davor ein Publikum mit erhobenen Händen.

Drei Stunden Dauerstehen auf demselben Fleck Pflasterstein haben am Ende zwar ihren Tribut gefordert, aber insgesamt war es ein rundum gelungener Abend.

Heimatgefühle und familiäre Chaffeur-Dienste

In Emmendingen selbst war ich seit Ewigkeiten nicht mehr – obwohl ich ganz in der Nähe, in Waldkirch, geboren wurde. Die Innenstadt ist hübsch anzuschauen und bei dem Traumwetter war naturgemäß jeder Tisch besetzt.

Das inoffizielle In-Getränk des Abends? Aperol Spritz im Plastikbecher mit Strohhalm, ob innerhalb oder außerhalb des Festivalgeländes.

Auf der Rückfahrt haben wir noch unseren studierenden Sohn in Denzlingen eingesammelt. Da ich ein großer Anhänger von (freiwilliger) Kinderarbeit bin, habe ich ihm direkt das Steuer überlassen. Er hat uns gewohnt sicher über die A5 nach Hause kutschiert.

Apropos Kinderarbeit: Auch Nena scheint ein Fan davon zu sein – zwei ihrer Söhne und Tochter Larissa standen direkt mit ihr auf der Bühne.

Alles in allem ein wunderschönes Erlebnis und der perfekte Auftakt für unsere Ferien. Als Nächstes geht es bald nach Italien!

Nena in Schwarz singt vorgebeugt ins Mikrofon auf einer orange beleuchteten Bühne, neben ihr die Band.

🅿️ Nützliche Notizen zur Anreise & Parken (fürs Archiv)

  • Haupt-Tipp: Parkplatz Festplatz (Karl-Bautz-Straße 1)

    • Mit rund 495 Stellplätzen die entspannteste und sicherste Wahl.

    • Fußweg zum Schlossplatz: ca. 10–15 Minuten.

    • Bonus: Nach 18 Uhr ist das Parken auf städtischen Parkplätzen grundsätzlich kostenlos. Wir haben hier geparkt und der Automat hat bei der Ausfahrt brav die Annahme von Geld verweigert.

  • Ausweichoption: Parkplatz Rathaus (Bahnhofstraße 7)

    • Rund 200 Plätze, dafür näher am Schlossplatz.

    • Empfehlung: Nur ansteuern, wenn das digitale Parkleitsystem bei der Einfahrt noch freie Kapazitäten anzeigt.

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